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Übersicht Massnahmen Kindes- und Erwachsenenschutz

Der Bereich Massnahmen "Kindes- und Erwachsenenschutz umfasst grundsätzlich alle Massnahmen, die im Rahmen von gesetzlichen Aufträgen durch Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) und Sozialdiensten (KESD) erbracht werden. Dazu gehören alle Massnahmen, die im Rahmen vom Zivilrecht (ZGB), bzw. dem Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KSER), geleistet werden. Im Rahmen vom Angebot "Führen von Massnahmen in 5 Fachbereichen" können unterschiedliche Massnahmen von öffentlichen/privaten Dien-stleistern, die dem Bereich "Kindes- und Erwachsenenschutz zugewiesen werden können, auf Mandatsbasis übernommen und durchgeführt werden. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit Massnahmen im Bereich Kindes- und Erwachsenenschutz, die im Rahmen vom Angebot "Führen von Massnahmen in 5 Fachbereichen" übernommen, organisiert und durchgeführt werden können. Weitere Informationen über die Struktur, Funktionen sowie Zuständig- und Verantwortlichkeiten im Kindes- und Erwachsenenschutz, können hier nachgelesen werden. 

Massnahmen im Kindesschutz

Im Zivilrecht ist die elterliche Sorge gegenüber ihrem/ihren Kind/ern definiert und geregelt. Das gilt auch für die Funktion der Eltern als Erziehungsberechtigte ihres Kindes/ihrer Kinder. Ebenso regelt das Zivilrecht die elterliche Sorge, das Aufenthalts- und Besuchsrecht, die elterliche Obhut sowie das Informations- und Auskunftsrecht zwischen Eltern und ihrem Kind/ihren Kindern. Das gilt insbesondere im Rahmen von Trennungs- bzw. Scheidungsverfahren von Eltern. Eltern die ihren Pflichten gegenüber ihrem Kind/ihren Kindern nicht nachkommen können, können freiwillig oder unter Zwang, einer Massnahme unterstellt werden. Betroffene Eltern können durch diese Massnahmen teilweise oder ganz von ihren Pflichten gegenüber ihrem Kind/gegenüber ihren Kindern, entbunden werden. Die KESB kann im Bedarfsfall eine entsprechende Massnahme durch eine Beistandschaft anordnen, die in der Regel durch einen Berufsbeistand, eine Berufsbeiständin wahrgenommen und umgesetzt wird. Auf der Website der KESCHA, Anlaufstelle für Kindes- und Erwachsenen-schutz sind die einzelnen Definitionen, Abläufe und Prozesse, Zuständig- und Verantwortlichkeiten im Kindesschutz, detailliert und verständlich beschrieben und aufgeführt. Die Website kann hier aufgerufen werden.

Massnahmen im Erwachsenenschutz

Im Zivilrecht gilt eine Erwachsene Person als handlungsfähig, solange sie mündig und urteilsfähig ist. Erwachsene, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, können freiwillig oder per Zwang, über die KESB eine Erwachsenenschutzmassnahme beantragen oder eine Massnahme verordnet erhalten. Betroffenen stehen dabei aber viele Mitwirkungsrechte, die oft auch Pflichten sind, zu. Bei einer Erwachsenenschutzmassnahme handelt es sich um eine Beistandschaft, die je nach Unterstützungsbedarf einer in ihrer Handlungs-fähigkeit eingeschränkten erwachsenen Person, durch die KESB, mit entsprechenden Aufgaben der verantwortlichen Beistandschaftsperson, definiert und verfügt werden kann. Als Beistandschaftsperson im Erwachsenenschutz können sowohl Personen aus dem priva-ten Umfeld einer betroffenen Person oder eine Berufsbeistandschaftsperson für die Mandasführung gewählt und durch die KESB ernannt und eingesetzt werden. Auf der Website der KESCHA, Anlaufstelle für Kindes- und Erwachsenenschutz sind die einzelnen Defini-tionen, Abläufe und Prozesse, Zuständig- und Verantwortlichkeiten im Erwachsenenschutz, detailliert und verständlich beschrieben und aufgeführt. Die Website kann hier aufgerufen werden.

Zuweisung Massnahmen Kindes- und Erwachsenenschutz

Sämtliche Massnahmen öffentlicher/privater Dienstleister mit Angeboten und Diensteistungen im Bereich "Kindes- und Erwachsenenschutz" die der Beratung und Unterstützung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen Erwachsenen sowie der Entlastung der Fachperso-nen der Massnahmen im Bereich "Kindes- und Erwachsenenschutz", dienen, können mit dem Angebot "Führen von Massnahmen in 5 Fachbereichen" abgedeckt werden. Private/öffentliche Dienstleister mit Angeboten und Dienstleistungen im Bereich "Kindes- und Er-wachsenenschutz" können einzelne oder mehrere Massnahmen an das Angebot "Führen von Massnahmen in 5 Fachbereichen" delegieren und die Fachbereichsleitung "Stellvertretung-/Aushilfeeinsätze in 5 Fachbereichen" mit der Führung und Umsetzung der Massnah-me/n, mit den zugewiesenen Person/nen beauftragen. Die Organisation, Gestaltung und Umsetzung eines Auftrages erfolgt auf Mandatsbasis. Eine gegenseitige, vertragliche Vereinbarung über die Details und Konditionen regelt die Zusammenarbeit sowie die Aufga-ben-, Zuständigeits- und Verantwortungsbereiche zwischen der auftragegebenden/ zuweisenden Stelle und der Fachbereichsleitung "Stellvertretungs-/Aushilfeeinsätze in 5 Fachbereichen". 

Umsetzung Massnahmen Kindes- und Erwachsenenschutz

Die Massnahmen eines Auftrages werden im Rahmen des Angebotes "Führung von Massnahmen in 5 Fachbereichen" auf zwei Arten umgesetzt: Einerseits Im Rahmen der Nutzung der Räumlichkeiten und der Infrastruktur des Auftraggebers "vor Ort" und andererseits durch die Organisation und Durchführung von Einzel-Coachings in der eigenen, bzw. in der Umgebung der zugewiesenen Person. Diese Umsetzung der Massnahmen "vor Ort" und durch " externe Einzel-Coachings" richten sich sowohl an Jugendliche, junge Erwachsene, als auch an Erwachsene, die sich im Rahmen einer Massnahme vom "Kindes- und Erwachsenenschutz" befinden. Die Organisation und Umsetzung der Massnahme mit der zugewiesenen Person erfolgt in enger Absprache mit dem zuweisenden Fachpersonen/den zu-weisenden Stellen. Bei Bedarf können auch während der Massnahme Gespräche mit der versicherten Person, den Angehörigen und/oder Fachpersonen der zuweisenden Stelle, vereinbart werden. Am Ende jeder Massnahme findet ein Auswertungsgespräch mit der zugewiese-nen Person und der Fachperson der zuweisenden Stelle statt und es wird ein Bericht über den Verlauf und die durchgeführten Leistungen, während der der Massnahme z.h. der zuweisenden Stelle, erstellt. 

Umsetzung (Teil-Aufträge) Massnahmen Kindes- und Erwachsenenschutz

Es ist aber auch möglich, dass eine Berufsbeistandschaftsperson, insbesondere im Rahmen der Führung eines oder mehrerer (aufwändiger und zeitintensiver) Erwachsenenschutzmandate, einzelne Aufgabenbereiche einer Massnahme an die Fachbereichsleitung "Stell-vertretungs- und Aushilfeeinsätze in 5 Fachbereichen", delegieren/übertragen kann. Auch in diesem Fall erfolgt die Umsetzung eines "Teil-Auftrages" einer Massnahme, im Rahme vom Angebot "Führung von Massnahmen in 5 Fachbereichen". Auch solche Aufträge erfor-dern eine vertragliche Vereinbarung zwischen der zuweisenden Beistandschaftsperson, bzw. dem für die Umsetzung der operativen Führung der Mandate zuständigen Amt und der Fachbereichsleitung vom Angebot "Stellvertretungs- und Aushilfeeinsätze in 5 Fachberei-chen". Selbstverständlich untersteht die mit der im Angebot "Führung von Massnahmen in 5 Fachbereichen" beauftragten Fachperson den genau gleichen Rechten und Pflichten, wie eine Berufsbeistandschaftsperson. 

Beispiele für (Teil-Aufträge) Massnahmen Kindes- und Erwachsenenschutz

Jede Anfrage eines öffentlichen/privaten Dienstleisters, mit Interesse an einer Zusammenarbeit auf Mandatsbasis im Bereich "Kindes- und Erwachsenenschutz, durch die Zuweisung einzelner oder mehrerer Massnahmen, im Rahmen vom Angebot "Führung von Mass-nahmen in 5 Fachbereichen", wird mit dem öffentlichen/privaten Dienstleister, als potentieller Aufraggeber, individuell besprochen und geprüft. Daher gibt es keine Pauschalantwort, ob und welche Massnahmen auf Mandatsbasis durch das Angebot "Führung von Mass-nahmen in 5 Fachbereichen" übernommen werden können. Massgebend für die Übernahme und Durchführung eines Mandates sind einerseits die Inhalte, der Rahmen, die Ziele, die fachliche und methodische Basis sowie die Organisation und Gestaltung einer oder mehrerer Massnahmen. Ebenso relevant sind andererseits sind die individuellen Wünsche, Bedürfnisse, Vorstellungen, Anforderungen, Anliegen und Ansprüche einer zugewiesenen Person, betreffend der Umsetzung der Massnahme/n.

Auflistung möglicher (Teil-Aufträge) Massnahmen Kindes- und Erwachsenenschutz

Folgende Auflistung von Beispielen gibt einen Überblick über Massnahmen, die auf Mandatsbasis, im Rahmen des Angebots "Führung von Massnahmen in 5 Fachbereichen" infrage kommen können (Weitere Informationen im PDF-Dokument):

  • Finanz- und Vermögensverwaltung: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie Verwaltung und Veräusserung von Vermögen in der Form von Fahrzeugen, Schmuck, Wertpapieren, Liegen-schaften, etc. Verwaltung von Finanzen, wie Budget- und Schuldenberatung/Verwaltung, Schuldensanierung, Budgeterstellung/Budgetenteiltung, Unterstützung der finanziellen Kompetenzen einer verbeiständeten Person
  • Arbeit/Berufliche Integration: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie Unterstützung im Rahmen bei der Lehr-/Ausbildungs- und/oder Arbeitsstellensuche, der Klärung und Bewältigung von Bewerbungsprozes-sen (Erstellen von Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung und Durchführung von Bewerbungsgesprächen, der Lehr-/Ausbildungs- und Arbeitsstellensuche), der Lehr-/Ausbildungs- und Arbeitsstellen-Akquisition/Vermittlung, der Mediation von Konflikten am Arbeit-platz, die Organisation und/oder Koordination von Unterstützungsprozessen einer verbeiständeten Person im Rahmen Massnahmen der beruflichen Integration durch das RAV, die Invalidenversicherung oder die Sozialhilfe. Unterstützung bei der Beantragung und Geltendmachung finanzieller und materieller Ansprüche durch das Ausfüllen und Einsenden entsprechender Formulare und Dokumente zu den verantwortlichen Stellen, Ämtern und Behörden
  • Familie und Partnerschaft: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie Analyse, Reflexion und Besprechung der gegenseitigen Kommunikation und Interaktion, Mediation bei Konflikten, Erarbeitung von klaren Regeln und Strukturen, um das Zusammenleben zu vereinfachen, Unterstützung von Betroffenen und nicht-Betroffenen in der Partnerschart, bzw. der Familie, bei der konstruktiven Klärung und Bewältigung von Missverständnissen und Konflikten. Begleitung von Prozessen der Einhaltung des Aufenthalts- und/oder Besuchsrechts (Übergabe) im Rahmen von Trennungs-/Scheidungsprozessen von Eltern
  • Aus- und Weiterbildung: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie Unterstützung bei der Suche, dem Finden, der Planung, Organisation, Finanzierung und Durchführung einer Aus- und/oder Weiterbildung. Unterstützung bei der Organisation, Priorisierung und Umsetzung von Lern- und Prüfungsvorbereitungsprozessen sowie der Koordination von privaten, famiiären, beruflichen und sozialen Verpflichtungen
  • Gesundheitsförderung und Prävention: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie der Unterstützung bei der Wahrnehmung von Arzt- und/oder Terminen im Bereich Therapie (Sicherstellung der Mobilität), Unterstützung bei der Suche und dem Finden von Anschlusslösungen nach dem Aufenthalt in einer Klinik/einem Spital (sofern nicht durch Sozialdienst der Klinik/des Spitals erledigt), Begleitung bei Spaziergängen zu therapeutischen Zwecken und Durchführung von Hausbesuchen bei Bedarf zur Unterstützung der psychischen/emotionalen Stabilität, Unterstützung bei Themen in Zusammenhang mit der Krankenkasse/den Sozialversicherungen zur Übernahme und Finanzierung von gesund-heitsfördernden, medizinischen/therapeutischen Leistungen
  • Tagesstruktur und Soziales: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie der Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung einer eigenen Tagesstruktur mit der Organisation, Einteilung, Priorisierung und Umsetzung privater, beruflicher, familiärer, schulischer und/oder sozialer Aufgaben, Pendenzen, Aufträgen, Tätigkeiten, Abläufen, Prozessen und Aktivitäten. Unterstützung bei der Suche, dem Aufbau und der Pflege von sozialen Kontakten und Aktivitäten. Unterstützung bei der Klärung und Bewältigung von Konflkten zur Vermeidung vom Verlust von sozialen Kontakten/Ausschluss bei sozialen Aktivitäten. 
  • Wohn- und Lebensform: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie Unterstützung bei der Suche und dem Finden passender Wohnformen (Mietwohnungen, stationäre Einrichtungen, wie sozialpädagogische Institutionen oder Alters- und Pflegeheime, Wohngemeinschaften, Einzelwohnungen, etc.), Unterstützung bei der Organisation, Einrichtung und Gestaltung einer eigenen/gemeinsamen Wohn- und Lebensform. Unterstützung bei der Klärung und Bewältigung von Umzugsprozessen (von einer Wohnform in eine andere). Unterstützung bei der Planung, Organisation, Priorisierung, Einteilung, Koordination und Umsetzung der Haushaltsführung und Haushaltsbewältigung. Unterstützung bei der administrativen, organisatorischen und/oder finanziellen Prozessen, die von der Beistandschaftsperson an die Fachbereichsleitung "Stellvertretungs-/Aushilfeeinsätze in 5 Fachbereichen" delegiert werden können
  • Schule und Ausbildung: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie der Unterstützung bei der Organisation, Einrichtung und Gestaltung von Umgebungen und Prozessen der Lern und Prüfungsvorbereitung. Unterstützung bei der Klärung und Bewältigung der Finanzierung von Kosten für Schülerinnen und Schüler im innerschulischen und ausserschulischen Bereich (Nachhilfe, Freizeitgestaltung, etc.). Unterstützung bei Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen, bzw. mit Gleichaltrigen (Mobbing-Prävention/Mediation). Unterstützung bei der Berufswahl, Berufsfindung und Bewerbungs-Prozessen. Unterstützung bei der Organisation, Einrichtung und Gestaltung des Lehr- und Ausbildungsplaztes. Unterstützung bei der Klärung und Bewältigung von Arbeitsprozessen, bzw. bei der Klärung von Konflikten in der Berufsschule und/oder mit dem Lehr- und Ausbildungsbetrieb (Mediation/konstruktive Konfliktbewältigung). Unterstützung bei der Klärung und Bewältigung von finanziellen, administrativen und organisatorischen Themen, die von der Beistandschaftsperson an die Fachbereichsleitung "Stellvertretungs-/Aushilfeeinsätze in 5 Fachbereichen" delegiert werden können
  • Ämter und Behörden: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie die Unterstützung und Begleitung bei der Wahrnehmung von Amts- und Behördenterminen. Unterstützung beim der Klärung und Bewältigung von Fragen bei mündlich oder schriftllich erhaltenen, amtlichen Mitteilungen und Entscheidungen. Unterstützung bei der Klärung und Bewältigung von Konflikten zwischen der Fach- und verbeiständeten Personen. 
  • Selbstorganisation und Rechtsfragen im Alltag: Erledigung/Durchführung einzelner oder mehrerer Aufgaben und Prozesse (mit der verbeiständeten Person), wie der Unterstützung bei der Selbstorganisation im privaten, beruflichen, familiären und sozialen Umfeld. Unterstützung bei der Planung, Organisation, Priorisierung, Einteilung, Koordination und Wahrnehmung von Terminen, Verpflichtungen, Tätigkeiten und Aufgaben im Alltag. Unterstützung bei der Aneignung und der Umsetzung von einem Zeitmanagement für persönliche und Prozesse im Rahmen von Tätigkeiten, Aktivitäten, Aufgaben, Aufträgen, Verpflichtungen und Prozessen im persönlichen, beruflichen, familiären, schulischen und sozialen Alltag. Unterstützung bei der Klärung und Bewältigung von Rechtsfragen im Alltag, bzw. Unterstützung bei der Suche und Finanzierung von professionellen Rechtsvertretungen/juristischen Fachpersonen