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Übersicht Informationen ADHS im nicht-medizinischen Bereich

Neben dem medizinischen, gibt es auch einen nicht-medizinischen Bereich von ADHS. Dieser Bereich besteht aus Hilfe- und Unterstützungsangeboten für Betroffene, OHNE medizinischen Bezug. Eine klare Abgrenzung zum medizinischen Bereich, gibt es nicht. Um das Tätigkeits- und Angebotsfeld von ADHS Casemanagement einzugrenzen, wird der nicht-medizinische Bereich von ADHS wie folgt definiert und eingegrenzt:

Definition/Beschreibung nicht-medizinischer Bereich von ADHS

Um das Tätigkeitsfeld für die Hilfe- und Unterstützungs-Angebote von ADHS Casemanagement und der Informations- und Sensibilisierungs-Angebote von Öffentlichkeitsarbeit einzugrenzen, bzw. vom medizinischen Bereich abzugrenzen, wird dieser Bereich aufgrund subjektiver Kriterien, wie folgt eingegrenzt und definiert:

 

  • Grundsätzlich alle Hilfe- und Unterstützungs-Angebote für ADHS-Betroffene im Kindes- und Jugend- sowie Erwachsenen-Alter ohne medizinische Qualifikationen und/oder Qualitäts-anforderungen der verantwortlichen Institutionen und Fachpersonen
  • Anbieter und Dienstleistungen im nicht-medizinischen Bereich können weder durch Fach-personen/Dienstleister, noch von Betroffenen über die Krankenkasse abgerechnet werden
  • Anbieter von Hilfe- und Unterstützungs-Angeboten im nicht-medizinischen Bereich bieten ihre Hilfe- und Unterstützungsleistungen für Betroffene in den Fachbereichen der Pädagogik (Lernhilfe), der Sozialpädagogik (spezielle Wohngruppen) der Arbeitsintegration (VEBO Oensingen)
  • Anbieter von Hilfe- und Unterstützungs-Angeboten für Betroffene im nicht-medizinischen mit Schwerpunkt Organisation und Bewältigung von Aufgaben, Aufträgen im Alltag
  • Anders als im medizinischen Bereich, bestehen im nicht-medizinischen Bereich keine Regeln oder Vorgaben über Qualifikationen von Fachpersonen, noch für die Qualität der Hilfe- und Unterstützungsleistungen für Betroffene
  • Breites Spektrum an Hilfe- und Unterstützungsleistungen: Von Esotherik, über Heilkreuter, Hypnose, bis zu themenspezifischen Coaching-Angeboten sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene

Warum Hilfe und Unterstützung für Betroffene/Information und Sensibilisierung für nicht-Betroffene im nicht-medizinischen Bereich?

Zur Klärung und Bewältigung konkreter Aktiviäten, Tätigkeiten und Aufgaben im Alltag fehlt es an geeigneten Hilfe- und Unterstützungs-Angeboten für Betroffene im medizinischen Bereich.  Aus folgenden weiteren Gründen sind Hilfe- und Unterstützungsangebote im nicht-medizinischen Bereich für Betroffene notwendig:

  • Ausreichend Angebote für Betroffene im medizinischen Bereich. Aber zu wenige Angebote für Betroffene im nicht-medizinischen Bereich
  • Angebote im medizinischen Bereich decken Hilfe- und Unterstützungsbedarf Betroffener im nicht-medizinischen Bereich ungenügend ab, wodurch der Leidensdruck im Alltag Betroffener nur teilweise reduziert werden kann
  • Unterstützung bei der Ausarbeitung und Anwendung von Strategien im Alltag: Hilfe und Unterstützung Betroffener mit Schwierigkeiten und Einschränkungen als Folge der (Aus-) Wirkungen der ADHS-Symptome bei der Klärung und Bewältigung von Tätigkeiten und Aktivitäten in ihren Lebensbereichen wie eigene Finanzen, Tagesstruktur, Haushaltsführung, Selbstorganisation privat und am Arbeitsplatz, "adhs-gerechte" Einrichtung/Gestaltung Wohn- und Arbeitsbereich, organisieren und erledigen von Aufgaben ihm Rahmen der Unterstützung durch Sozialversicherungen, Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz
  • Fehlende, ausreichend in der Hilfe- und Unterstützung ADHS-Betroffener qualifizierte Fachpersonen im nicht-medizinischen Bereich: Angebote üblicher Beratungs-/Anlaufstellen und Qualifikationen Fachpersonen im sozialen Bereich i.R. nicht auf Hilfe- und Unterstützung Betroffener im nicht-medizinischen Bereich ausgerichtet. Darum: Schulung und Information nicht-Betroffener durch Angebote der Öffentlichkeitsarbeit!
  • Hilfe- und Unterstützungsbedarf Betroffener im nicht-medizinischen Bereich betrifft oft mehrere Lebensbereiche. ADHS-Betroffene sind auch im nicht-medizinischen Bereich auf umfassende, "lebensbereichübergreifende", spezifische, zentral koordinierte, multimodale Hilfe- und Unterstützungsangebote angewiesen. Solche Angebote gibt es bisher nur im medizinischen Bereich von ADHS
  • ADHS nicht heilbar, Leidensdruck aber durch medizinische und nicht-medizinische Hilfe- und Unterstützungsleistungen reduzierbar. (Aus-) Wirkungen der Symptome zeigen sich bei Betroffenen individuell, und können zu  Beeinträchtigungen des Betroffenen bei Aktivitäten und Tätigkeiten im Alltag, führen. Beginnt meist am Morgen nach dem Aufstehen und hört erst am Abend nach dem Einschlafen auf. ADHS = Dauerbegleiter  von Betroffenen