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Übersicht Informationen "Betroffene wollen anders, können aber nicht anders!"

Nicht-Betroffene im familiären, schulischen, partnerschaftlichen, kollegialen, beruflichen, sozialen, etc. Umfeld Betroffener Jugendlicher und Erwachsener sind oft schlecht über ADHS und den damit verbundenen (täglichen) Leidensdruck Betroffener, informiert. Dieser Leidensdruck Betroffener ist aber für nicht-Betroffene von Aussen nicht sichtbar. Daher verstehen nicht-Betroffene oft nicht, dass es ganz konkrete und erklärbare Gründe und Ursachen für die Schwierigkeiten und Einschränkungen Betroffener Jugendlicher und Erwachsener bei der Bewältigung von Tätigkeiten, Aktivitäten, Aufgaben und Verpflichtungen gibt. Als Folge der Auswirkungen der ADHS-Symptome sowie deren Form und Stärke, können Betroffene in ihren Denk-, Handlungs-, Entscheidungs-, Verhaltens-, Kommunikations- und Interaktionsprozessen eingeschränkt sein.

Frustration und Hilflosigkeit Betroffener Kinder und Jugendlicher über erfolglose Bemühungen, eigene Denk-, Handlungs-, Entscheidungs-, Verhaltens-, Kommunikations- und Interaktionsprozesse eigenständig und selbstverantwortlich zu steuern

Währen Betroffene Kinder und Jugendliche, wie ihre gleichaltrigen Kolleginnen und Kollegen in der Lage, ihre Denk-, Entscheidungs-, Verhaltens-, Handlungs-, Kommunikations- und Interaktionsprozesse zu verstehen und zu reflektieren, würden sie sich bei Aufgaben, Tätigkeiten, Aktivitäten und Aufträgen im Alltag, von Anfang an um eine bessere Kooperation, Kommunikation und Handlungskompetenz mit ihrem familiären, schulischen, kollegialen, sozialen und beruflichen Umfeld, bemühen. Gerade Betroffene mit einer mittleren, bis starken Ausprägung der ADHS-Symptomatik erleben ihren Leidensdruck als Folge der Symptome oft jeden Tag von morgen früh, nach dem Aufstehen, bis am Abend spät, nach dem Einschlafen. Der Entwicklungsprozess betroffener Kinder kann zudem wegen der Verarbeitung der oft häufigen Kritik und Beschimpfungen aus ihrem Umfeld, verzögert verlaufen. Das heisst, für Betroffene Kinder kann es ohne Hilfe- und Unterstützung, sehr schwer, bis unmöglich sein, ein Verständnis und einen Umgang mit ihren Schwierigkeiten im Alltag zu entwicklen. Dazu kommt dass sich der Leidensdruck Betroffener durch die ADHS-Symptome durch medizinische und nicht-medizninische Hilfe- und Unterstützungs-angebote nur reduzieren, niemals aber heilen lässt.

Ausprägung und Form der ADHS-Symptomatik beeinflusst die Denk-, Verhaltens-, Entscheidungs-, Handlungs-, Kommunikations- und Interaktionsprozesse Betroffener Kinder und Jugendlicher

Betroffene realisieren meist bereits bei ihren ersten (sozialen) Kontakt mit Gleichaltrigen in der Spielgruppe/dem Kindergarten, dass sie mehr Schwierigkeiten haben oder mehr Aufwand betreiben müssen, um beispielsweise der Erklärung von Aufgaben und/oder Aufträgen einer erwachsenen Person in ihrem Umfeld zu verstehen und umzusetzen. Als Folge der Wahrnehmungsproblematik, der Hyperkativität, der Impulsivität und der Hypersensibilität reagieren Betroffene Kinder und Jugendliche auf Reize oft sehr sensibel. Das können Licht-/Lärm-Geruchsemissionen oder Aussagen/Emtionen von Personen in ihrem Umfeld, sein. Weil Betroffenen Kindern und Jugendlichen das Wissen über die Kontrolle/Selbststeuerung ihrer im Umgang mit diesen Reizen fehlt, können sie mit ihren impulsiv-emotionalen Reaktionen auf diese Reize, Personen in ihrem Umfeld irritieren, verärgern oder verletzen. Dies passiert jedoch in der Regel nicht mit Absicht Betroffener. Dennoch führt es im Alltag Betroffener Kinder und Jugendlicher häufig dazu, dass sie dafür durch Erwachsene in ihrem Umfeld bestraft und von ihren gleichaltrigen Kolleginnnen und Kollegen ausgegrenzt, schickaniert, gemobbt oder diskriminiert werden. Diese Erfahrungen können für Betroffene Kinder/Jugendliche mit viel Frust und Ärger über die eigenen, diesbezüglichen Schwierigkeiten, verbunden sein. Als Folge davon werden die Denk-, Handlungs-, Entscheidungs-, Verhaltens-, Kommunikations- und Interaktionsprozessen Betroffener Kinder und Jugendlicher oft durch die ADHS-Symptome gesteuert. In Situationen im Alltag, in denen Betroffene Kinder/Jugendliche mit dem Verständnis und der Umsetzung von Aktivitäten, Tätigkeiten und Aufgaben überfordert sind, können betroffene Kinder und Jugendliche mit Aggressionen, mit impulsiv-emotionalem Verhalten, mit Rückzug oder mit Verweigerung, reagieren.

Eigenverantwortliche und selbstbestimmte Lebensführung und Lebensgestaltung Betroffener oft nur mit Hilfe- und Unterstützung und viel Ausdauer und Disziplin Betroffener möglich

Betroffene haben vielfach keine andere Wahl, als sich auf umfassende (medizinische/nicht-medizinische) Hilfe- und Unterstützungsleistungen einzulassen und viel Ausdauer und Disziplin bei der Entwicklung und Anwendung von Strategien zur Kontrolle ihrer Denk-, Verhaltens-, Entscheidungs-, Handlungs-, Kommunikations- und Ineraktionsprozesse, zu zeigen. Für viele Betroffene ist das der einzige Weg, um im Verlauf von ihrem Entwicklungsprozess eine eigenständige und selbstverantwortliche Lebensführung und Lebensgestaltung aufbauben und umsetzen zu können. Je länger es dauert, bis Betroffene die für sie zugeschnittene Hilfe- und Unterstützung erhalten, besteht die Gefahr, dass sich ihr Leidensdruck durch die Entwicklung von Folgeerkranungen / Schwierigkeiten, weiter verschlechtert. Daraus folgt weiter: Je stärker der Leidensdruck Betroffener im Alltag ausgeprägt ist, desto schwieriger der Aufbau und die Entwicklung eines eigenverantwortlichen und selbst-bestimmten Umgangs mit ihren Denk-, Handlungs-, Entscheidungs-, Verhaltens-, Kommunikations- und Interaktionsprozessen bei Tätigkeiten, Aktivitäten,  und Aufgaben, im Alltag.