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Übersicht Information- und Sensibilisierung von Fachpersonen über ADHS im nicht-medizinischen Bereich durch Angebote von Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitarbeit besteht aus Angeboten zur Infomation, Sensibilisierung und Schulung von Fachpersonen der Bereiche Soziales, Gesundheit, Betreuung, Bildung und Arbeitsintegration. Fachpersonen mit einer beruflichen Tätigkeit in diesen Bereichen sind meist für die Umsetzung von Dienstleistungen mit einem gesetzlichen Grundauftrag für die Öffentlichkeit, zuständig und verantwortlich. Diese Fachpersonen können daher grundsätzlich jederzeit auch mit der Beratung, Unterstützung, Begleitung oder Betreuung, betroffener Jugendlicher oder Erwachsener konfrontiert sein. Darunter werden Dienstleistungen wie die gesetzliche/wirtschaftliche Sozialhilfe, der Kindes- und Erwachsenenschutz, die Arbeitsintegration, die Sozialversicherungen, die Alltags- und Freizeitgestaltung (Sozialpägogik) sowie Schulen, wie Oberstufe, Berufswahl-/Berufsvorbereitungsprozesse, Berufsschule, Gymnasien, Fachhochschulen, etc. verstanden. Ebenso dazu zählen Spital- und Klinische-Sozialhilfe/Sozialberatung und Arbeitgeber/Berufsbildner können hier dazugezählt werden.

Begründung für die Notwendigkeit der Angebote von Öffentlichkeitsarbeit

Fachperson mit einer beruflichen Tätigkeit in den erwähnten Bereichen verfügen in der Regel über ein breites und vertieftes Erfahrungs-, Fach- und Methodenwissen in der Beratung, Unterstützung, Begleitung und/oder Betreuung von Klientinnen und Klienten in ihrem Zuständigkeits- und Verantwortungsbereich. Der gesetzliche Grundauftrag dieser Berufe verlangt zudem meist die Gleichbehandlung aller Klientin-nen und Klienten. Trotz dieser Vorgabe müssen Fachpersonen den individuellen Unterstützungsbedarf ihrer Klienten zu erfassen und dem im Rahmen ihrer Möglichkeiten, bestmöglich gerecht werden. Von Seiten der Klienten ist eine kooperative Haltung notwendig, damit Fachpersonen ihre Klientinnen und Klienten, gemäss ihrem gesetzlichen Grundauftrag beraten, unterstützen, begleiten oder betreuuen kön-nen. Zeigen sich Klientinnen und Klienten nicht kooperationsbereit, sind Fachpersonen dieser Bereiche häufig (gesetzlich) verpflichtet, Sanktionen wie Leistungskürzungen auszusprechen, um damit die Koo-perationsbereitschaft der Klientinnen und Klienten zu verbessern. Diese Form der Kooperation führt in der Beratung, Unterstützung, Begleitung oder Betreuung nicht-Betroffener häufig zu einer mehr oder weniger gut funktionierenden Zusammenarbeit zwischen der Fachperson und ihren Klientinnen und Klienten.

Im gesetzlichen Unterstützungskontext reagieren Betroffene a-typisch auf Fachpersonen, im Vergleich zu nicht-Betroffenen

ADHS-betroffene Jugendliche und Erwachsene können aufgrund ihrer ADHS-Symptomatik insbesondere im öffentlichen Unterstützungskontext Schwierigkeiten haben, sich auf diese oft strengen und kontroll-ierenden Unterstützungsmassnahmen einzulassen. Auf Personen und Strukturen die einen "Anpassungszwang" auf Betroffene ausüben in der Kommunikation von Seiten der Fachperson mit dem Betroffenen, oft im Imperativ erfolgen, reagieren Betroffene oft mit Ablehnung und/oder Veweigerung. Das Aussprechen von Sanktionen gegen Betroffene bewirkt oft das Gegenteilt: Sie können die ablehnende und verwei-gernde Haltung Betroffener gegenüber Fachpersonen, zusätzlich verstärken. Betroffene können sich in solchen Situationen durch Fachpersonen persönlich angegriffen/beleidigt und sich dadurch im Recht füh-len, sich dagegen wehren und verteidigen zu dürfen. Das kann an der eingeschränkten Wahnehmung liegen. Aufgrund der fehlenden Impulskontrolle und der Impulsivität können Betroffene gegenüber Fach-personen auch laut, aggressiv, distanzlos, beleidigend, fordernd und belehrend verhalten. Fachpersonen, ohne Erfahrung und Fachwissen über die Schwierigkeiten und den Umgang mit Betroffenen, reagieren darauf unter Umständen mit weiteren Sanktionen oder Respression, wie einer Anzeige gegegen den Betroffenen. Das ist in der Wirkung vergleichbar wie, wenn die Feuerwehr versuchen würde einen Brand mit Bezin zu löschen: Das Benzin facht das Feuer an. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, um auch mit Betroffenen, von Beginn an, eine kooperative Zusammenarbeit herzustellen während dem Unterstützungs-prozess. Genau hier setze ich mit meinen Angeboten der Öffentlichkeitsarbeit an.